♦Gebet

♦Meditationen und Gedanken über:

♦Das Heiligste Herz Jesu

Mutter Teresa und die Herz Jesus Verheerung

Herz-Jesu-Freitag

Ester Freitag im Monat :

 

»Von Kindheit an, war das Herz Jesu meine erste große Liebe.«

—Mutter Teresa

 

Der Herz-Jesu-Freitag ist der erste Freitag eines jeden Monats. In dieser Herz-Jesu-Verehrung steht die Sühne und damit auch die Sündhaftigkeit des Menschen im Mittelpunkt. Es ist ein bevorzugter Tag für die Beichte und für die Krankenkommunion. In der Regel wird an diesem Tag das allerheiligste Altarsakrament ausgesetzt und ein sakramentaler Segen gespendet. Er geht auf die Visionen der hl. Margareta Maria Alacoque zurück.

 

Dem Herz-Jesu-Freitag voran geht am Donnerstagabend die "Heilige Stunde", ein betrachtendes Gebet in der Kirche, das sich beschäftigt mit dem Leiden und Sterben Jesu, seiner Liebe und der Einsetzung der Eucharistie beim letzten Abendmahl. Verbunden mit dem Herz-Jesu-Freitag ist das monatliche Gebetsanliegen des Papstes.

 

Geschichte der Herz-Jesu-Verehrung

 

HERZ JESU

Mit der Verehrung des leidenden Christus im Hochmittelalter entwickelte sich auch eine Herz-Jesu-Verehrung.

Die liturgische Feier des Heiligsten Herzens Jesu wurde auf die Initiative des heiligen Johannes Eudes eingerichtet. Am 8. März 1670 erhielt er die Erlaubnis des Bischofs von Rennes, "das Fest des anbetungswürdigen Herzens unseres Herren Jesus Christus" zu feiern. Die erste liturgische Feier fand am 20. Oktober 1672 statt.

 

Der heilige Johannes Eudes gründete die Ordensgemeinschaft Unserer Frau von der Liebe, die seine Herz-Jesu- und Herz-Mariae-Spiritualität übernommen hat. Später zweigte sich daraus der Orden der Schwestern unserer Frau von der Liebe des Guten Hirten ab, in den die selige Schwester Maria Droste zu Vischering eintrat, die weiter unten noch einmal erwähnt wird.

 

Ab dem 17. Jahrhundert wurde die Herz-Jesu-Verehrung vor allem von den Jesuiten gefördert und erhielt mit den Visionen der hl. Margareta Maria Alacoque zusätzlichen Auftrieb. Die Jesuiten verbreiteten die Herz-Jesu-Verehrung auch in ihren Volksmissionen. Mit der Aufhebung des Jesuitenordens 1773 wurde auch die Herz-Jesu-Verehrung zeitweise verboten.

 

Erneut starken Aufschwung erhielt die Herz-Jesu-Frömmigkeit im späten 18. und im 19. Jahrhundert. Anlässlich der Eröffnung des Heiligen Jahres 1900 an Weihnachten 1899 weihte Papst Leo XIII. auf Anregung der sel. Maria Droste zu Vischering die ganze Welt dem Herzen Jesu. Diese wurde wurde alljährlich am Herz-Jesu-Fest erneuert, bis Pius XI. sie 1925 bei der Einführung des Christ-Königs-Festes auf diesen Tag verlegte.

 

Pius XII. schreibt in seiner Enzyklika Haurietis aquas über die Herz-Jesu-Verehrung, dass sie die einzig von der Kirche befohlene Andacht sei, und weiter sagt er bei Nr. 62: "Ja wirklich, wenn die erwähnten Gründe, auf die sich die Verehrung des durchbohrten Herzens Jesu stützt, richtig erwogen werden, ist es sicher allen klar, dass es hier nicht um eine gewöhnliche Andachtsform geht, die jeder nach Gutdünken den übrigen nachsetzen oder geringachten darf, sondern um eine Hingabe an Gott, die mächtig hilft zur Erlangung der christlichen Vollkommenheit."[2]

 

In der Verehrung des Herzens Christi zeigt sich auf anschauliche Weise der Übergang von dem bisweilen leicht unterkühlten Theismus des 18. Jahrhunderts zum Bewusstsein von der liebenden Gegenwart der Dreifaltigkeit im Herzen der Gläubigen: von der Religion der Pflicht zur Religion der Liebe. Diese Sprache des Gefühls hat nichts mit Sentimentalität zu tun, sondern zeugt von der Blüte eines Christentums der Herzen in einem wahrhaft frohbotschaftlichen Geist, wie er noch heute die gelebte Frömmigkeit der Christen prägt. Die Wende - weg von der Kälte und hin zum Gefühl- und mithin der Beginn der "Zeit der Barmherzigkeit" ließe sich auf das Pontifikat des seligen Pius IX. datieren (1846-1878). Die Verkündigung der göttlichen Barmherzigkeit wird damals unter anderem als eine Methode gefördert, die jansenistischen Tendenzen in der Spiritualität mancher Katholiken zu überwinden. Dabei geht es nicht mehr um den doktrinellen Jansenismus des 17. Jahrhunderts, sondern um einen spirituellen, von der Strenge und Ernsthaftigkeit des religiösen Pflichtgefühls durchdrungenen Jansenismus, der in mancher Hinsicht an den philosophischen Kantianismus oder an den protestantischen Victorianism gemahnt. Unter anderem ist die Verbreitung der Moraltheologie des heiligen Alfonso Maria de' Liguori Ausdruck und Ursache dieser Ablehnung des Rigorismus vor allem vonseiten der Kleriker des 19. Jahrhunderts.[3]

 

 

PRÄFATION DES HEILIGSTEN HERZENS JESU

"In Wahrheit ist es würdig und recht, Dir, Allmächtiger Vater zu danken und Dich mit der ganzen Schöpfung zu loben durch unsern Herrn Jesus Christus. Am Kreuz erhöht, hat er sich für uns dahingegeben aus unendlicher Liebe und alle an sich gezogen. Aus seiner geöffneten Seite strömen Blut und Wasser, aus seinem durchbohrten Herzen entspringen die Sakramente der Kirche. Das Herz des Erlösers steht weit offen für alle, damit sie freudig daraus schöpfen aus den Quellen des Heiles. Durch ihn rühmen Dich Deine Erlösten und singen mit den Chören der Engel das Lob Deiner Herrlichkeit. Heilig, Heilig, Heilig ...

 

 

 

 

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