♦Gebet

♦Meditationen und Gedanken über :

♦Das Heiligste Herz Jesu

♦ Bitten und Verheißungen des Heiligen Herzens Jesu

♦Was sind die Hauptanliegen des Heiligen Herzens?

 ♦Die zwölf Verheißungen unseres Herrn Jesus Christus und die heilige Margareta Maria Alacoque für den Verehrer Seines heiligsten Herzens

Die Erfüllung der Verheißungen

♦Margareta Maria Alacoque und das Herz Jesu

♦Die große Verheißung

Weihegebet an das Heiligste Herz Jesu

Sühnegebet zum Heiligsten Herzen Jesu

 

Was sind die Hauptanliegen des Heiligen Herzens?

Er bitte um:

1. Als König anerkannt zu werden, der durch Liebe regiert: „Das liebenswerte Herz Jesu wünscht Seine Herrschaft der Liebe in allen Herzen zu schaffen“ (Hl. Margaret Maria);

- Liebe zum Herzen Jesu und zu den Mitmenschen

2.  - das Herz-Jesu-Bild zu verehren und in den Wohnungen aufzustellen.

3. Jeder soll sich seinem Herzen weihen.

4. Ein Leben in Liebe und Zuversicht führen;

5. Wiedergutmachung zu leisten; - Sühnegebete, Weihegebet an das Hl. Herz Jesu

6.  Sein Herz geliebter und bekannter zu machen;

7.  Eine größere Verehrung der Heiligen Eucharistie zu zeigen;

- der würdige Empfang der Heiligen Eucharistie (im Stande der Gnade), besonders am ersten Freitag eines jeden Monats (Herz-Jesu-Freitag), mit dem Verlangen und der Aufopferung der Hl. Kommunion, um dem Hl. Herzen Jesu Genugtuung zu leisten, für allen Undank, Ehrfurchtslosigkeiten und Sakrilegien, die Seinem Herzen zugefügt werden.

8. Das Fest des Heiligen Herzens würdig begehen und die ersten Freitage zu feiern.

 

 

 

Die Verheißungen des Heiligen Herzens:

Es gibt keinen besseren Beweis für das ernsthafte Verlangen unseres Herrn, dass wir uns seinem Herzen hingeben, als die bemerkenswerten Verheißungen, die er denen gemacht hat, die seine Bitten erfüllen. Wenn wir aufhören zu glauben, dass derjenige, der diese Versprechungen gemacht hat, die zweite Person der Heiligen Dreifaltigkeit ist, „der weder täuschen noch getäuscht kann“, sind wir erstaunt, dass Einzelpersonen und Familien zögern sollten, ihr ganzes Vertrauen und die die Lösung jeder ihrer Schwierigkeiten in das Heilige Herz zu setzen . Wenn Jesus verspricht, beabsichtigt er, sie zu halten. Niemand kann Ihn jemals beschuldigen, Sein Wort gebrochen zu haben. Eines Tages sagte er zu der heiligen Margarete Maria: „Glaubst du, dass ich das tun kann? Wenn du glaubst, wirst du die Kraft meines Herzens in der Herrlichkeit und Größe  meiner Liebe sehen. “

 

 

 

 

 

Die Verheißungen unseres Herrn Jesus Christus und die heilige Margareta Maria Alacoque für den Verehrer Seines heiligsten Herzens?

Jesus erschien der Hl. Margareta Maria Alacoque zwischen 1673 und 1675. Bei diesen Erscheinungen gab Er ihr 12 Verheißungen für alle, die Sein Heiligstes Herz verehren:

 

1. „Ich werde die Häuser segnen, in denen das Bild meines Heiligsten Herzens aufgestellt und verehrt wird. Ich werde allen für ihren Stand notwendigen Gnaden geben.

 

2. Ich werde ihren Familien den Frieden schenken.

 

3. Ich werde sie in allen ihren Leiden trösten.

 

4. Ich werde ihre sichere Zufluchtsstätte während ihres Lebens und besonders im Tode sein.

 

5. Ich werde überreichen Segen über alle ihre Unternehmungen ausgießen.

 

6. Die Sünder werden in meinem Herzen die Quelle und das unendliche Meer der Barmherzigkeit finden.

 

7. Die lauen Seelen werden eifrig werden.

 

8. Die eifrigen Seelen werden schnell zu großer Vollkommenheit gelangen.

 

9. Ich werde die Wohnungen segnen, in welchen das Bild meines Heiligsten Herzens aufgestellt und verehrt wird.

 

10. Den Priestern will ich die Gabe verleihen, auch die verhärtesten Herzen zu rühren.

 

11. Die Namen aller, welche diese Andacht verbreiten, sollen in meinem Herzen eingeschrieben sein.

 

12. Im Übermaß der Barmherzigkeit meines Herzens verspreche ich dir, dass meine Allmächtige Liebe allen, die an den ersten Freitagen neun Monate nacheinander würdig (im Stande der heiligmachenden Gnade) die Hl. Kommunion empfangen, die Gnade eines bußfertigen Endes gewährt wird, so dass sie nicht ohne Empfang der heiligen Sakramente sterben werden; mein Herz wird in dieser letzten Stunde ihre sichere Zuflucht sein.“ (dies ist die sog. “Große Verheißung”)

 

 

 

 

 

Erfüllung der Versprechen:

Die Erfüllung der Verheißungen des Heiligen Herzens hängt nicht nur von einigen äußeren Praktiken ab. Der Zweck der Verheißungen ist es, uns zu veranlassen, Jesus inbrünstiger zu lieben, als Gegenleistung für seine große Liebe zu uns. Wenn wir dann wollen, dass seine Verheißungen verwirklicht werden, müssen wir zumindest versuchen, ihn aufrichtig und von ganzem Herzen zu lieben.

 

Aber wenn wir diese Bedingung mit demütigem Vertrauen erfüllen, können wir uns sicher darauf verlassen, dass unser Herr sein Wort hält und seine Verheißungen erfüllt. Zweifeln würde bedeuten, anzunehmen, dass Jesus nicht meinte, was er sagte, als er die Verheißungen machte, damit er sie nicht halten kann.

 

Auch die Hingabe an das Heilige Herz bietet keinen anderen Weg zur Heiligkeit und zum ewigen Glück als der königliche Weg des Kreuzes. Jesus hat nie versprochen, dass er alle Kreuze und Prüfungen entfernen würde, sondern dass er uns besondere Gnaden geben würde, um sie zu tragen. Die heilige Margarete Maria sagt uns, dass Jesus „nicht gesagt hat, dass seine Freunde nichts zu leiden haben. Er möchte, dass sie es als ihr größtes Glück ansehen, die Bitterkeit seines Leidens zu kosten.“

 

Margareta Maria Alacoque und das Herz Jesu

 

Herz-Jesu-Verehrung der hl. Margareta

 

Am 27. Dezember 1673 kniete die Heilige nach der Kommunion vor dem Tabernakel in inniges Gebet versunken, da erschien ihr das göttliche Herz Jesu auf einem Flammenthrone, nach allen Seiten Strahlen sendend wie die Sonne, die Wunde der Lanze sichtbar, von einer Dornenkrone umgeben, und auf dem Herzen stand das Kreuz und Jesus sprach: "Mein göttliches Herz ist so voll von Liebe zu den Menschen und besonders zu dir, dass ihre Flammen hervorbrechen, um sie durch dich den Menschen zu offenbaren, und sie zu bereichern mit den Schätzen, welche du siehst, und die überreiche aber notwendige Gnade enthalten, um die Menschen zu retten vor dem Abgrund des Verderbens. Dich, Unwürdige und Unwissende, habe ich auserwählt zur Erfüllung meiner Absichten, damit es klar werde, dass alles ganz mein Werk ist. Deshalb gib mir dein Herz!"

 

Sie tat wie befohlen, und Christus nannte sie von jetzt an "Schülerin des Herzens Jesu". Jesus verlangte, dass das Bild Seines Herzens überall ausgestellt und verehrt werden soll, und dass auf die Orte, wo sein Bild den Ehrenplatz einnehme, die reichsten Segnungen herniederströmen. Diese Erscheinungen erneuerten sich für Margareta am ersten Freitag eines jeden Monats. Am 8. Februar 1674 erschien Jesus auf die gleiche Weise, zeigte ihr sein Herz voller Liebe zu den Menschen, die ihm aber nur mit Undank lohnten, was ihm schmerzlicher sei, als alle Qualen, die Er während seines bitteren Leidens erduldet habe.

 

"Gehe jeden ersten Freitag des Monats zur heiligen Kommunion." "Tue nichts ohne Gutheißung deiner Oberin, damit der Teufel dich nicht betrüge, denn über Gehorsame vermag er nichts." So befahl ihr Jesus. Schwere in Geduld ertragene Krankheiten und andere Prüfungen heiligten Margareta immer mehr und Gott wirkte immer neue Wunder an ihr.

 

Am 13. Juni 1675 erschien Jesus Margareta Maria, zeigte ihr sein göttliches Herz und enthüllte ihr: „Siehe dieses Herz, das die Menschen so geliebt hat, dass es bis hin zur Erschöpfung und Verzehrung an nichts sparte, um ihnen seine Liebe zu bezeugen." Die Undankbarkeit und die Vergesslichkeit der Menschen angesichts der göttlichen Barmherzigkeit verwunden das Herz Jesu immer wieder aufs Neue , wie die Dornenkrone bezeugt, die er bei seiner ersten Erscheinung trug. Jesus beklagte sich darüber bei Margareta Maria: „Als Dank (für meine Liebe) bekomme ich von den meisten nur Undankbarkeit, Unehrerbietigkeit, Gotteslästerung, Kälte und Missachtung". Und weiter: „Schau, wie die Sünder mich behandeln... Sie haben nur Kälte und Abweisung für all meinen Eifer, ihnen Gutes zu tun, übrig... Aber schenk du mir wenigstens das Vergnügen, ihre Undankbarkeit auszugleichen... Nimm du an der Bitterkeit meines Herzens Anteil".

 

Als Antwort auf diese Erwartung des Herrn, kam Margareta Maria den Mysterien seiner Passion immer näher. Jesus bat sie, sich seinem Todeskampf auf dem Ölberg anzuschließen, indem sie jeden Donnerstag von elf Uhr bis Mitternacht eine „heilige Stunde" abhielt, betete und für die Sünder um Vergebung bat. Sie musste erst die Erlaubnis ihrer Oberin einholen, diese „heilige Stunde" abzuhalten. Sie ging zu ihr hin... doch welche Enttäuschung! „Nein und nochmal nein! Was soll diese Erfindung nun wieder bedeuten?" Schwester Margareta Maria gehorchte. Bald danach wurde sie schwer krank: „Bitte unseren Herrn, dich zu heilen", sagte die Oberin. „Wenn er es tut, gebe ich dir die Erlaubnis." Margareta Maria gehorchte und wurde wieder gesund: Da begann die Oberin an die außergewöhnlichen Wege zu glauben, auf denen der Herr diese Seele führte. Doch um ihre Heiligkeit auf die Probe zu stellen, überschüttete sie sie mit Vorwürfen, Befehlen und Gegenbefehlen sowie mit Demütigungen aller Art, die Margareta stillschweigend und bereitwillig über sich ergehen ließ, obwohl sie deren Dornen schmerzhaft spürte. Am 19. Juni 1675, in der Fronleichnamsoktav, erschien ihr Jesus wieder, wie so oft, als sie vor dem Tabernakel kniete. Er entblößte sein Herz und sagte:

 

"Sieh hier das Herz, das die Menschen so sehr liebt, dass es nichts gespart hat, um sich zu opfern, und zu erschöpfen in Liebesbeweisen; und als Dank empfange ich von den meisten Menschen nur Kälte, Unehrerbietigkeit, Verachtung und Sakrilegien in diesem Sakrament der Liebe. Was mich aber am meisten schmerzt, ist, dass Herzen, die Mir besonders geweiht sind, Mir auf diese Weise begegnen. Darum verlange Ich von dir, dass der erste Freitag nach der Fronleichnamsoktav ein besonderer Festtag zur Verehrung Meines Herzens werde; dass man an dem Tage sich dem heiligen Tische nahe, und einen Ehrenersatz leiste, zur Sühnung all der Beleidigungen, welche Meinem Herzen, seit es auf den Altären weilt, zugefügt wurden, und ich verspreche dir, dass Mein Herz diejenigen im reichsten Maße den Einfluß seiner Liebe fühlen lassen wird, die es verehren, und die sorgen, dass es auch von andern verehrt werde."

 

Die häufigen göttlichen Botschaften, die Schwester Margareta Maria empfing, stürzten sie mitunter in Verwirrung: Sie fürchtete, zum Spielzeug ihrer Phantasie oder des Teufels zu werden aber Jesus verhieß ihr seine Hilfe und schickte sie zu P. Claudius de la Colombière, ihrem Beichtvater, der ihr in der Ausführung ihres Auftrages behilflich sein sollte. P. Claudius de la Colombière wurde 1674 Rektor der Jesuiten in Paray-le-Monial und zugleich Beichtvater und Seelenführer von Margareta Maria. Dieser beruhigte sie: „Ich versichere Ihnen von Seiten Gottes, dass alles, was Ihnen widerfährt, von Ihm kommt."

 

Am 21. Juni, am Fest des heiligen Aloysius, desselben Jahres, weihte sie sich ganz ungeteilt dem göttlichen Herzen Jesu. Margareta Maria und P. Claudius de la Colombière führten trotz unzähliger Hindernisse mit der Hilfe Gottes den Befehl aus. Dass sie Erfolg hatten, zeigt der heutige Stand der Herz Jesu-Verehrung. 1676 wurde P. Claudius de la Colombière nach Paris und von dort nach England versetzt, von wo er mit dem Kloster in Paray-le-Monial in stetem Briefwechsel blieb.

 

Margareta Maria genoß weiter die vertraute Beziehung mit dem göttlichen Heiland. Unter anderem sagte er ihr einst: "Die Hölle kann nicht schrecklicher sein, als der Zustand eines der Gnade Gottes beraubten Herzens." "Ich habe das Weihwasser gern, und liebe so sehr das Kreuz, dass ich die Seelen, die es um meinetwillen tragen, noch inniger mit mir verbinde." weiter sagte Jesus zu Margareta Maria: "Wenn du wüsstest, wie begierig ich bin, mich von den Menschen lieben zu lassen, würdest du dafür an Nichts sparen... Mich dürstet es danach, ich brenne vor Verlangen, geliebt zu werden!" [...] „Ich habe einen brennenden Durst danach, im allerheiligsten Sakrament von den Menschen verehrt und geliebt zu werden, und ich finde fast niemanden, der sich meinem Wunsch entsprechend bemüht."

 

1678 erhielt Margareta Maria in Péronne Rosalie Greyffié eine neue Oberin. Von diesem Jahre an erschien ihr Jesus stets in Begleitung eines Engels. Im selben Jahre verlangte ihr göttlicher Lehrmeister von ihr ein geistliches Testament, worin sie alle Arbeiten, Leiden und Verdienste ihm übergebe. Mit einem Federmesser schnitt sie den Namen "Jesus" in ihre Brust und schrieb mit dem Blute dieser Wunde auf wörtliche Eingebung ihres göttlichen Lehrmeisters: "Ich mache dich zur Erbin Meines Herzens und aller darin verborgenen Schätze, und dies für Zeit und Ewigkeit. Zugleich gelobe ich dir, dass es dir nie an Hilfe fehlen wird, solange es Meinem Herzen nicht an Macht gebricht. Du bleibst dessen Schülerin und Vielgeliebte." Am 15. Februar 1682 starb P. Claudius de la Colombière in Paray-le-Monial, wohin er nach viel Leiden und Verfolgungen aus England zurückgekehrt war, an der Schwindsucht eines heiligen Todes.

 

Margareta Maria verlor ihren besten Freund. Sie betete aber nicht für seine Seelenruhe, weil sie von Jesus wußte, dass er am Tage der Beerdigung in den Himmel aufgenommen worden ist. Papst Leo XIII. hat am 8. Januar 1880 die Einführung des Seligsprechungsprozesses genehmigt und Pius XI. hat ihn am 16. Juni 1929 selig gesprochen.

 

Margareta Maria übernahm am 31. Dezember 1684 das Amt der Novizenmeisterin und der Assistentin . In der Erziehung der Novizinnen hatte sie großen Erfolg . Sie wurde nie müde, in allen Herzen die Andacht zum göttlichen Herzen Jesu zu begründen und zu fördern. Zur Feier des Festes vom Herzen Jesu lud sie ihre Mitschwestern und die Novizinnen ein. Freilich waren noch viele Vorurteile und andere Schwierigkeiten gegen die Herz Jesu-Andacht zu überwinden. Aber Jesus überwandt die Vorurteile im Kloster mehr und mehr.

 

1686 wurde es Margareta Maria möglich, die ersten Darstellungen ihres Herz Jesu-Bildes verteilen zu können. Ihre frühere Oberin Mutter Peronne Rosalie sandte sie ihr. Die Andacht zum göttlichen Herzen Jesu wuchs immer mehr im Kloster des heiligen Franz von Sales in Paray-le-Monial und verbreitete sich von dort auch nach auswärts, besonders durch die früheren persönlichen Bemühungen von P. Claudius de la Colombière und durch seine hinterlassenen Schriften, wie "Retraite spirituelle", die eifrig gelesen und verbreitet wurde. Am meisten trugen die geduldigen Leiden von Margareta Maria dazu bei.

 

Jesus offenbarte Margareta Maria neue Verheißungen. Am 24. August 1685 schrieb sie solche an Mutter Franziska: "Er (Jesus) versprach mir, dass alle, die sich diesem heiligen Herzen weihen, niemals verloren gehen werden, und dass Er, der Quell aller Segnungen, diese im Überfluß ausgießen wird über jene Stätten, an denen das Bild dieses liebenswürdigen Herzens ausgestellt ist, um verehrt und geliebt zu werden. Durch dieses Mittel wolle er die Zwietracht aus den Familien entfernen und denen helfen, die sich in Not befinden."

 

Am 21. Juni 1686 wurde das Herz Jesu-Fest im Kloster feierlich begangen und bald darauf im Hause die erste private kleine Herz Jesu-Kapelle mit dem Herz Jesu-Bilde errichtet. Besonderen Glanz bekam die Herz Jesu-Andacht, als am 7. September 1688 im Klostergarten die erste größere Herz Jesu-Kapelle mit einem großen Herz Jesu-Bilde feierlich eingeweiht wurde. Sie wurde der Lieblingsaufenthalt von Margareta Maria. Seit 1687 versah Margareta Maria wieder das Amt einer Krankenschwester und einer Assistentin . Die Zahl der besonderen Verheißungen, welche ihr das göttliche Herz Jesu machte, beträgt zwölf. Sie hat sie alle in ihren Briefen aufgezeichnet. Erwähnenswert ist die große Verheißung:

 

"Ich verspreche dir im Übermaße der Güte Meines Herzens, dass Meine allmächtige Liebe allen, die in neun aufeinanderfolgenden Monaten am ersten Freitag die heilige Kommunion empfangen, die Gnade aufrichtiger Reue in der Todesstunde verleihen wird, so dass sie nicht in Meiner Ungnade sterben, sondern die heiligen Sakramente empfangen, und in der letzten Stunde einen sicheren Zufluchtsort finden in Meinem Herzen."

 

1690 wollten die Schwestern Margareta Maria zur Ordensoberin wählen. Doch sie bat Jesus, dieses Opfer nicht von ihr zu verlangen, und Jesus erhörte ihre Bitte. Schwester Lévy Chateaumourant wurde Oberin. Im selben Jahre sagte Margareta Maria ihren baldigen Tod voraus, sowie die Früchte, welche ein Buch über die Herz Jesu-Andacht von P. Croiset S.J. hervorbringen werde. Sie bat darum , noch einmal 40tägige Exerzitien machen zu dürfen, die sie am 22. Juli 1690 begann. Am 8. Oktober mußte sie sich infolge schwerer Leiden zu Bett legen. Die Sterbesakramente wurden ihr gespendet. Ihre Vorbereitung auf den Tod war ergreifend und rührend. "Jesus" war ihr letztes Wort. Sie starb am 17. Oktober 1690 um 8 Uhr abends mit 43 Jahren, von denen sie 19 Jahre im Kloster der Heimsuchung verbracht hatte. Das Volk verbreitet die Todesnachricht von Margareta Maria mit den Worten: "Die Heilige ist tot!" Das heiligste Herz Jesu hatte die Seele seiner auserwählten Braut in den Himmel aufgenommen. Das Volk eilte nun in Scharen ins Kloster, um die Dienerin Gottes nochmals zu sehen. Mehrere Kranke wurden auf der Stelle gesund. An ihrem Grabe geschahen fortwährend Wunder. Papst Leo XII. gab ihr am 28. März 1824 den Titel "ehrwürdig". Pius IX. sprach sie 1864 selig. Papst Benedikt XV. hat am 17. März 1918 den Heiligsprechungsprozeß abgeschlossen, und sprach Margareta Maria Alacoque am 13. Mai 1920 heilig.

 

 

 

 

Verheissungen Jesu

für 9 Herz-Jesu-Freitage

an die Hl. Margareta Maria Alacoque

Die grosse Verheissung:

 

 

Jesus: „Im Übermaß der Barmherzigkeit meines Herzens verspreche ich dir, dass meine Allmächtige Liebe allen, die an den ersten Freitagen neun Monate nacheinander würdig (im Stande der heiligmachenden Gnade) die Hl. Kommunion empfangen, die Gnade eines bußfertigen Endes gewährt wird, so dass sie nicht ohne Empfang der heiligen Sakramente sterben werden; mein Herz wird in dieser letzten Stunde ihre sichere Zuflucht sein.“

 

Der Herz-Jesu-Freitag ist der erste Freitag eines Monats. Diesen Tag sollte man in besonderer Form begehen um das Heiligste Herz zu verehren. „Diese Freitage seien euch große Feste! Viele Stimmen dringen zum Thron des Allmächtiges Gottes!“

Die Gnaden fließen an diesem Tag so stark aus SEINEM Herzen, dass viele Kinderherzen entzündet werden.

 

In dieser Herz-Jesu-Verehrung am Herz-Jesu-Freitag steht die Sühne und damit auch die Sündhaftigkeit des Menschen im Mittelpunkt. Es ist ein bevorzugter Tag für die Beichte und für die Krankenkommunion. In der Regel wird an diesem Tag das Allerheiligste Altarsakrament ausgesetzt und ein Sakramentaler Segen gespendet. Er geht auf die Visionen der Hl. Margareta Maria Alacoque zurück.

 

Dem Herz-Jesu-Freitag voran geht am Donnerstagabend die „Heilige Stunde", ein betrachtendes Gebet in der Kirche, das sich beschäftigt mit dem Leiden und Sterben Jesu, seiner Liebe und der Einsetzung der Eucharistiefeier. Verbunden mit dem Herz-Jesu-Freitag ist das monatliche Gebetsanliegen des Papstes. Am Priester-Donnerstag, wie der erste Donnerstag im Monat auch heißt, wird um Priesterberufe gebetet.

 

 

Weihegebet an das Heiligste Herz Jesu  (von Sr. Margareta Maria Alacoque)

 

Persönliches Weihegebet an das Heiligste Herz Jesu

 

Ich...(seinen Vornamen sagen), weihe und übergebe dem Heiligsten Herzen meines Herrn Jesus Christus mich selbst und mein Leben, alle meine Handlungen, Beschwerden und Leiden, mein Lieben und Arbeiten, damit alles, was ich bin und habe, nur dazu diene, Sein Heiligstes Herz zu ehren und zu lieben.

 

Es ist mein fester Entschluss, Ihm ganz anzugehören, alles aus Liebe zu Ihm zu tun und allem zu entsagen, was Ihm missfallen oder widerstehen könnte.

 

Daher erwähle ich Dich, o Allerheiligstes Herz, zu meiner ganzen Liebe, zum Beschützer meines Lebens, zur Sicherheit meines Heiles, zur Stärke in meiner Schwachheit und Unbeständigkeit und zur Sühne für alle Sünden meines ganzen Lebens.

 

O Herz der Milde und Güte, sei Du meine Zuflucht in der Stunde meines Todes, sei meine Rechtfertigung vor Gott und wende von mir ab die Strafen Seines gerechten Zornes.

 

O Herz der Liebe, auf Dich setze ich all mein Vertrauen. Von meiner Schwachheit und Bosheit fürchte ich alles, aber von Deiner Liebe hoffe ich auch alles. So tilge denn in mir, was Dir missfallen oder widerstehen kann. Deine reine Liebe durchdringe so tief mein Herz, dass ich Deiner niemals vergessen und mich von Dir niemals trennen kann.

 

O mein Heiland, ich beschwöre dich bei all Deiner Liebe, dass mein Name eingeschrieben sei in Deinem Heiligsten Herzen; denn mein Glück und meine Ehre sollen es sein, in Deinem Dienste zu leben und zu sterben. Amen

 

 

Am Herz-Jesu-Freitag kann durch folgendes Sühnegebet (von Papst Pius`XI.) ein vollkommener Ablass erlangt werden (unter den hierfür vorgesehenen Bedingungen: Beichte, Hl. Messe, Kommunionempfang, Gebet in der Meinung des Hl. Vaters: Glaubensbekenntnis, Vater unser, Gegrüßet seist Du Maria, Ehre sei dem Vater).

 

Sühnegebet zum Heiligsten Herzen Jesu

 

Gütigster Jesus, Deine übergroße Liebe zu uns Menschen wird mit so viel Verachtung, Nachlässigkeit, Gleichgültigkeit und mit schmachvollem Undank vergolten.

 

Siehe, wir werfen uns vor Deinem Altare nieder, um die sündhafte Lauheit der Menschen und das Unrecht, das sie Deinem liebevollen Herzen überall zufügen, durch eine besondere Huldigung zu sühnen.

 

Eingedenk jedoch, dass auch wir einst zur Zahl dieser Unwürdigen gehörten, und durchdrungen von heißem Reueschmerz, erflehen wir Deine Barmherzigkeit vor

allem für uns selber. Wir sind bereit, nicht nur unsere eigenen Sünden durch freiwillige Buße zu sühnen, sondern auch die Sünden jener, die weit vom Wege des Heiles abirren, die, in Unglauben verstockt, Dir als ihrem Hirten und Führer nicht folgen wollen, oder ihre Taufgelübde treulos missachten und das süße Joch Deines Gesetzes zu tragen sich weigern.

 

Wir nehmen uns fest vor, all diese beklagenswerten Vergehen zu sühnen. Insbesondere wollen wir wiedergutmachen alle Unehrbarkeit und Schamlosigkeit in Lebensweise und Kleidung, die freche Verführung unschuldiger Seelen, die Entheiligung der Sonn- und Feiertage, die schrecklichen Fluchworte gegen Dich und Deine Heiligen, die Schmähungen Deines Stellvertreters und des Priesterstandes, die Verachtung des Sakramentes Deiner Liebe und seine Entweihung durch schändlichen Gottesraub, sowie die öffentlichen Verbrechen der Völker, die sich den Rechten und Lehren der von Dir gegründeten Kirche widersetzen.

 

Könnten wir doch diese Frevel mit unserem eigenen Blute tilgen. Um aber Deiner verletzten göttlichen Ehre Sühne zu leisten, opfern wir Dir jene Genugtuung auf, die Du einst am Kreuze Deinem Vater dargebracht hast, und noch täglich auf unsern Altären erneuerst.

 

Wir vereinigen sie mit der Sühne, die Deine jungfräuliche Mutter, alle Heiligen und frommen Christgläubigen Dir jemals geleistet haben. Von Herzen geloben wir, die eigenen und fremden Sünden und Deine verachtete und verschmähte unfassbare Liebe, so viel an uns liegt, mit Deiner Gnade wieder gutzumachen durch Treue im Glauben, Reinheit der Sitten und vollkommene Befolgung der Lehren des Evangeliums, besonders des Gebotes der Liebe.

 

Auch wollen wir uns nach Kräften bemühen, weitere Beleidigungen gegen Dich zu verhindern und möglichst viele Menschen zu Deiner Nachfolge zu bewegen. Wir bitten Dich, gütigster Jesus: Du wollest durch die Fürsprache der Allerseligsten Jungfrau Maria

dieses freie Angebot unseres Ehrenersatzes wohlgefällig aufnehmen und uns durch die große Gnade der Beharrlichkeit in der treuen Hingabe an Deinen Dienst bewahren, bis wir endlich alle zu jenem Vaterland gelangen, wo Du mit dem

Vater und dem Heiligen Geist lebst und herrschest, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Amen

 

 

 

 

Text © Mother Teresa Center of the Missionaries of Charity

 

 

 

Mother Teresa Center

3835 National Avenue

San Diego, CA 92113

USA

-------------------------------------------------

mtc@motherteresa.org

www.motherteresacenter.org

-------------------------------------------------

♦Italiano  ♦English  ♦Español  ♦Français  ♦Português  ♦Deutsch ♦中文

 

Startseite    ●Über    ●Gebet   ●Neuigkeiten   ●Publikationen    ●Bibliothek    ●Multimedia    ●Archiv    ●Kontakt