Über Mutter Teresa von Kalkutta

 

RELIQUIEN

♦Was ist eine Reliquie?

♦Warum verehren wir Reliquien von Heiligen und Seligen?

♦Was bezeugen wir wenn wir Reliquien verehren?

♦Missbrauch von Reliquien

♦VEREHRUNG UND RELIQUIEN VON DER HL.  TERESA VON KALKUTTA

♦Verehrung nach den Normen der Kirche

♦Gedenktag und Festtag

♦Wo ist hl. Teresa von Kalkutta begraben?

♦Reliquien von der hl.  Teresa

♦Der Sinn der Reliquienverehrung

 

♦Was ist eine Reliquie?

Das Wort Reliquie leitet sich vom lateinischen "relinquere" - "zurücklassen" ab und wird wörtlich mit "Überbleibsel" übersetzt. Es handelt sich bei Reliquien also um Überreste religiöser Persönlichkeiten. Dabei muss es sich übrigens nicht zwingend um ein Körperteil handeln, sondern kann auch ein Stück Kleidung der Person oder ein Gebrauchsgegenstand sein, mit dem der Heilige in Berührung gekommen ist. Doch Achtung, Reliquie ist nicht gleich Reliquie (siehe unten).

 

Für Gläubige haben diese "Überbleibsel" - egal welcher Kategorie - eine besondere Bedeutung; man erinnert bei der Verehrung nämlich nicht nur an den Tod des Heiligen, sondern erhofft sich Hilfe und Segen, indem der Heilige bei Gott Fürbitte hält. So werden beispielsweise Kranke mit einer Reliquie berührt, damit sie wieder gesund werden. Die Hilfe wird aber somit dem Heiligen selbst zugeschrieben - nicht dem Gegenstand als solchen. Als magisch darf man sie also nicht missverstehen.

 

Unterscheidung von Reliquien

Reliquien erster Klasse: Bei diesen Reliquien handelt es sich um den Leichnam des Heiligen oder Teile davon. Beispiele sind hier das Herz der Teresa von Avila oder die Blutreliquien von Papst Johannes Paul II. Bei Heiligen, die verbrannt wurden, gilt die Asche als Reliquie.

Reliquien zweiter Klasse: Das sind Gegenstände, die der Heilige berührt haben soll. Aus diesem Grund werden sie auch Berührungsreliquien genannt. Neben dem Turiner Grabtuch fallen in diese Kategorie auch die Werkzeuge, mit denen Heilige während ihres Martyriums gefoltert wurden.

Reliquien dritter Klasse: Gegenstände, die Reliquien erster Klasse berührt haben, heißen Reliquien dritter Klasse. In der Regel geht es dabei um kleine Papier- oder Stoffquadrate, die kurz auf die entsprechende Reliquie gelegt und dann auf Heiligenbildchen geklebt wurden.

 

 

♦Warum verehren wir Reliquien von Heiligen und Seligen?

Überreste Heiliger sowie Dinge, die sie berührt haben oder die in ihrem Gebrauch waren. Die Verehrung der Reliquien Heiliger ist ein besonderer Ausdruck der Liebe, die wir Christen ihnen entgegenbringen. In der Reliquienverehrung ehren wir aber nicht nur die Heiligen Gottes, sondern auch und vor allem Gott, weil Er in ihnen und durch sie viel, stark und machtvoll gewirkt und ihre Reliquien durch seinen Heiligen Geist geheiligt und gesalbt hat. Deshalb haben die Reliquien unserer Heiligen nicht denselben Stellenwert wie profane Dinge.

Mit der Reliquienverehrung steht die katholische Kirche in einer sehr alten und schönen Tradition. Sie geht bis zu den Patriarchen Israels zurück. Besonders schön wird die Verehrung von Reliquien eines Heiligen in 1 Mo. 49,33-50,13. auch in Hebr. 9,3-5  (2 Kön. 13,20-21)  (4 Mo. 19,16) Die Reliquienverehrung begegnet uns auch im NT:

 (Apg. 19,11-12)

(Joh. 20,6-7)

 

 

 

♦Was bezeugen wir wenn wir Reliquien verehren?

Zeugnis und Fürsprache

“To venerate the relics of the saints is a profession of belief in several doctrines of the Catholic faith: (1) the belief in everlasting life for those who have obediently witnessed to Christ and His Holy Gospel here on earth; (2) the truth of the resurrection of the body for all persons on the last day; (3) the doctrine of the splendor of the human body and the respect which all should show toward the bodies of both the living and the deceased; (4) the belief in the special intercessory power which the saints enjoy in heaven because of their intimate relationship with Christ the King; and (5) the truth of our closeness to the saints because of our connection in the communion of saints — we as members of the Church militant or pilgrim Church, they as members of the Church triumphant.” (Fr. W. Saunders, “Church Teaching on Relics”, © 2003 Arlington Catholic Herald)

 

♦Abuses of Relics

Venerating relics is included among other “expressions of piety [that] extend the liturgical life of the Church, but do not replace it.” (CCC #1675)

 

 “In his Letter to Riparius, St. Jerome (d. 420) wrote in defence of relics: ‘We do not worship, we do not adore, for fear that we should bow down to the creature rather than to the Creator, but we venerate the relics of the martyrs in order the better to adore Him whose martyrs they are.’” (Saunders, “Keeping…”)

 

 Abuses and misconceptions of relics in the history of the Church, such as selling relics (simony) or their forgeries and using relics as kinds of good-luck charms led the Church to establish guidelines defining the proper use of relics: “Pastoral discernment is needed to sustain and support popular piety and, if necessary, to purify and correct the religious sense which underlies these devotions so that the faithful may advance in knowledge of the mystery of Christ. Their exercise is subject to the care and judgment of the bishops and to the general norms of the Church.” (CCC #1676)

 

 According to the tradition and norms of the Church, first class relics must be treated with proper reverence, sealed in a proper container and authenticated with a certificate from the Postulator. The second and third class relics of Blessed Teresa are also authenticated by the Postulator.

 

 According to the laws of the Church, relics should never be sold. It is understood, however, that an offering can be made out of courtesy to cover production, shipping, and handling.

 

♦VENERATION AND RELICS OF SAINT TERESA OF CALCUTTA

The Church distinguishes between the cult (i.e. formal veneration) of a Blessed and that of a Saint. The act of beatification provides the faithful the opportunity to offer public veneration to a Blessed within set limits; a canonized Saint, however, can receive public veneration throughout the universal Church.

 

♦Gedenktag Von Mutter Teresa

Der Liturgische Gedenktag  von der Heiligen Mutter Teresa von Kalkutta ist der 5. September, welches der Jahrestag ihres Todes ist, und wird mit dem Rang eines Gedenktag gefeiert.

 

♦Wo ist die heilige Mutter Teresa Begraben  ?

Die sterblichen Überreste der heiligen Teresa befinden sich in einem mit Marmor bedeckten Steingrab im Erdgeschoss des Mutterhauses(Mother House) der Missionare der Nächstenliebe in Kalkutta.

 

♦Reliquien von der Heiligen Mutter Teresa s

Wenn Sie eine Karte mit einer Reliquie von der  Heiligen Teresa von Kalkutta erhalten möchten, senden Sie ein E-Mail an relic@motherteresa.org. (Mit Ihre vollen Namen und Anschrift, damit wir sie an Sie eine senden können).

 

 

oder schreiben Sie an das

 

Mother Teresa Center

Piazza S. Gregorio al Celio, 2

00184 Rome

ITALY

or

 

Mother Teresa Center

3835 National Avenue

San Diego, CA 92113

USA

 

or

Mother Teresa Center

c/o 54A, A. J. C. Bose Road

Calcutta 700016

INDIA

 

 

Für Pfarreien, ( Dome, Kathedralen oder auch öffentlichen  Kapellen wo das Allerheiligste auf bewahrt wird) die ein Reliquie der Heiligen Teresa von Kalkutta für die öffentliche Verehrung der Gläubigen erhalten möchten.

Benötigen wir  ein offizielles Schreiben auf dem Briefkopf der Pfarrei (des Domes, Kathedrale oder auch der Kapelle) und vom Pfarrern (oder dem Priester der für den Dom, die Kathedrale oder auch der Kapelle verantwortlich ist)  mit der bitte vom eine Reliquie für die öffentliche Verheerung der Gläubigen in ihrer Kirche . Dieser Brief muss vom Pfarrer unterschrieben, mit dem Siegel der Pfarre versehen und an eine der oben genannten Adressen bei post gesandt werden.

 

Es gibt zahlreiche kommerzielle Webseiten im Internet, auf denen „Reliquien“ der heiligen Teresa verkauft werden. Einige behaupten, diese seien „aus dem Vatikan“. Ohne die Authentifizierung des Postulators hat kein Reliquie die Echtheitsgarantie und sollte als zweifelhaft und mit Argwohn betrachtet werden. Darüber hinaus ist der Verkauf heiliger Reliquien von der Kirche absolut verboten!

 

 

♦Der Sinn der Reliquienverehrung

Zeugnis und Fürsprache

Damit kommen wir auch schon nahe an den Sinn dieser Reliquienverehrung. Da ist zunächst einmal das

Zeugnis des Lebens dieses Heiligen. Wenn wir Reliquien verehren, dann verehren wir eigentlich das Leben

dieses Heiligen, denn wir glauben ja auch, dass die Seele dieses Verstorbenen auch über den Tod hinaus

mit den Gebeinen in Berührung bleibt oder verbunden ist, denn die Gebeine des Verstorbenen, und damit

auch des Heiligen, des Märtyrers, sind einmal für den Himmel bestimmt. Und umgekehrt, die Seele, die

schon voraus gegangen ist in den Himmel, ist uns besonders nahe in dem Moment wenn wir bei den Gebeinen des Verstorbenen sind. Das praktizieren wir ja alle auch wenn wir die Gräber unserer Lieben besuchen, dann fühlen wir uns unseren Verstorbenen automatisch besonders nahe. Dasselbe gilt natürlich auch

bei den Heiligen unserer Kirche.

Damit sind Heiligen-Reliquien für uns auch besondere Zeichen der Auferstehung, unserer eigenen Auferstehung. An ihnen hat sich bereits die Auferstehung Christi ausgewirkt. Sie sind im Himmel bereits von

Christus erhoben worden um bei ihm Fürsprache einzulegen. Die Heilige Therese vom Kinde Jesu hat einmal gesagt: „Ich werde meinen Himmel damit verbringen, auf Erden Gutes zu tun.“ Also der Heilige ist

nicht untätig im Himmel und wenn wir ihm uns nähern, nähern wir uns seinem Zeugnis, aber auch seiner

Fürsprache. Und deswegen kann Gott häufig dann auch Wunder wirken, wenn wir uns der Botschaft dieser

Heiligen und auch den Persönlichkeiten dieser Heiligen, auch durch die Verehrung ihrer Reliquien, nähern.

Die Würde des Leibes

Bleibt noch ein letzter Blick vielleicht, was uns diese Reliquienverehrung auch offenbaren kann, nämlich sie

sagt uns viel über die Würde des menschlichen Leibes insgesamt, dass unser Leib letztlich für den Himmel

bestimmt ist und dass wir allen Grund haben, auch dem Leib unserer Verstorbenen nach dem Tod höchste

Ehre und Würde zukommen zu lassen. Deswegen ist es für uns Christen von besonderer Bedeutung, jedem

Menschen ein würdiges Begräbnis zu geben und die Gebeine unserer Verstorbenen, den Leib unserer Verstorbenen, würdig zu bestatten, ihn nicht zu verunehren, wie es unter anderem durch die Unart der Feuerbestattung häufig der Fall ist. Als Christen bestehen wir normalerweise auf einem Erdbegräbnis, weil nur so

gewährleistet wird, dass unser Leib nicht gewaltsam, zum Beispiel durch Feuer, zuerst zerstört wird. Unser

Leib ist nämlich von Christus für die Auferstehung bestimmt und deswegen kommt ihm diese Würde ganz

besonders zu.

Wort des Lebens

Ich möchte Euch als abschließenden Gedanken das Wort des Lebens wieder mit auf den Weg geben, das

wir aus der Lesung des kommenden Sonntagsevangeliums wieder entnehmen. Dort steht nämlich das berühmte Evangelium Johannes 14, wo Jesus uns verheißt: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben“,

und dann auch die große Verheißung:

„Ich werde euch zu mir holen“. (Joh 14,3)

Du bist mit Haut und Haaren für Christus bestimmt. Das sehen wir an den Heiligen, das verehren wir auch

in den Reliquien der Heiligen, und das gilt für jeden einzelnen für uns. Und das ist unsere große Hoffnung

und das Ziel unseres Lebens, einmal mit Leib und Seele, mit Haut und Haaren, bei ihm zu sein. So erbitte

ich wieder für Euch den Segen

 

 

 

 

Text © Mother Teresa Center of the Missionaries of Charity

 

 

 

 

Mother Teresa Center

3835 National Avenue

San Diego, CA 92113

USA

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mtc@motherteresa.org

www.motherteresacenter.org

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