♦ Kathedrale im Kosovo wird Mutter Teresa geweiht

Termin ist der 5. September, der 20. Todestag der Heiligen

An dem Gotteshaus in Pristina wird seit 2007 gebaut. Obwohl es noch nicht ganz fertig ist, erfolgt bald die Weihe der Kathedrale. Der Termin ist sorgfältig gewählt.

 

Kosovo: Neue Mutter-Teresa-Kathedrale wird geweiht

 

 

Zwölf Jahre nach der Grundsteinlegung wird am 5. September die neue „Mutter-Teresa-Kathedrale“ in der kosovarischen Hauptstadt Pristina geweiht. Papst Franziskus hat für die Feierlichkeiten den albanischen Kardinal Ernest Simoni zu seinem Sondergesandten ernannt. Der Festgottesdienst findet genau am 20. Todestag der vor einem Jahr heiliggesprochenen Ordensgründerin Mutter Teresa statt. Sie wurde in der heutigen mazedonischen Hauptstadt Skopje geboren. Die Mutter der späteren Friedensnobelpreisträgerin war Albanerin aus dem heutigen Kosovo. Kardinal Simoni war während der kommunistischen Diktatur in Albanien von 1963 bis 1981 inhaftiert und wirkte als Untergrundpriester; 2016 erhob ihn Papst Franziskus zum Kardinal.

 

„Mutter Teresa ist eine Tochter, Schwester und Mutter unseres Volkes“, sagte der Apostolischen Administrators von Prizren, Dode Gjergji, zur Ankündigung der Feierlichkeiten. Der Bischof erinnerte zudem daran, dass Mutter Teresa im rund 60 Kilometer von Pristina entfernten Wallfahrtsort Letnica ihre Berufung zur Missionarin erfuhr.

 

Vom Balkan in die Welt

 

Die Kathedrale soll neuer Sitz der Apostolischen Administratur von Prizren werden, die im Jahr 2000 durch die Teilung der Diözese Skopje-Prizren entstand. Administrator Bischof Gjergji ist der höchste vatikanische Repräsentant im Kosovo. Der Vatikan hat den Kosovo, der 2008 seine Unabhängigkeit von Serbien erklärt hat, bisher nicht als Staat anerkannt. Der Kosovo ist auch geistliches Zentrum der serbisch-orthodoxen Kirche.

 

(kap 14.08.2017 mg)

 

 

 

 

Die Heilige und drei Päpste in den Fenstern

 

Nach den Angaben der Zeitung war 2007 mit dem Bau der Kirche begonnen worden. Bereits seit 2010 finden dort Gottesdienste statt. Fertig ist das Gebäude jedoch noch nicht. Es soll mit seinen beiden gut 70 Meter hohen Glockentürmen jedoch einmal eines der größten Gebäude der Stadt werden. Architektonisch interessant sind laut Catholic Herald unter anderem zwei Fenster. Eines zeigt Mutter Teresa zusammen mit Papst Johannes Paul II., ein weiteres Papst Franziskus und Papst Benedikt XVI., die sich umarmen.

 

Die Kirche soll der neue Sitz des Apostolischen Administrators von Prizren werden, des höchsten vatikanischen Repräsentanten im Kosovo. Aktuell ist das Kosovo, der sich 2008 von Serbien abspaltete, noch nicht vom Vatikan als Staat anerkannt. Die große Mehrheit der Bevölkerung ist muslimisch. Viele gehören wie einst Mutter Teresa der Ethnie der Albaner an. (gho)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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