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 DIE MACHT DER LIEBE GOTTES: EIN WUNDER GESCHIEHT AUF DIE FÜRSPRACHE MUTTER TERESAS VON KALKUTTA, DER DIENERIN GOTTES © Ermittlungsverfahren für den Selig- und Heiligsprechungsprozess von Mutter Teresa von Kalkutta Einleitung Ein Wunder ist ein Eingreifen Gottes, das außerhalb der Naturgesetze steht. Im Falle eines Ermittlungsverfahrens für eine Selig- und Heiligsprechung ist ein Wunder, das Gott auf die Fürsprache eines Dieners Gottes oder Seligen wirkt, eine göttliche Bestätigung der Heiligkeit dieser Person und der Macht ihrer Fürsprache. Es ist auch ein Zeichen dafür, dass Gott dem Urteil der Kirche über die Würdigkeit einer Person für die Selig- und Heiligsprechung zustimmt. Für die Seligsprechung muss ein bewiesenes Wunder auf die Fürsprache des Dieners Gottes von der Kirche anerkannt werden; ausgenommen sind Märtyrer, die auch ohne ein Wunder selig gesprochen werden können. Für die Heiligsprechung ist ein Wunder nach der Seligsprechung für alle Seliggesprochenen erforderlich, d.h. auch für Märtyrer und Bekenner. Im Fall einer Selig- und Heiligsprechung handelt es sich meistens um eine körperliche Heilung. Der Grund dafür ist, weil es somit möglich ist, den Zustand eines Patienten vor und nach der Heilung dokumentarisch zu erfassen. Bevor eine offizielle Anerkennung allerdings gewährt wird, wird jedes angebliche Wunder von einem kirchlichen Tribunal auf das Gründlichste untersucht. Der Postulator des Verfahrens unterbreitet dem Diözesanbischof einen kurzen Bericht über das angebliche Wunder, dem sachbezogene Dokumente beigefügt sind. Der Bischof holt sich ein vorläufiges Gutachten von einem oder zwei (meistens medizinischen) Sachexperten ein. Wenn das Gutachten positiv ausfällt, dann leitet er eine offizielle Diözesanermittlung in die Wege, um alle möglichen Beweise von Zeugen und durch Dokumente für und wider das angebliche Wunder zu erbringen. Im Falle einer körperlichen Heilung werden medizinische Sachverständige zu Rat gezogen, die bei der Befragung von Zeugen und der Prüfung von Dokumenten mitwirken. Es werden Ärzte, besonders jene, die mit dem Fall zu tun hatten, als Zeugen hinzugezogen. Wenn die geheilte Person noch lebt, dann wird sie von zwei Ärzten untersucht, um die Beständigkeit der Heilung zu beglaubigen. Nachdem die Diözesanermittlung abgeschlossen ist, werden alle Beweise an die Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse (KSHP) nach Rom geschickt. Es wird eine Zusammenfassung über das angebliche Wunder erstellt, die Summarium genannt wird. Dieses Summarium enthält eine Übersicht aller Fakten der Diözesanermittlung sowie aller zuständigen Akten. Die KSHP bestellt zwei medizinische Sachverständige, die, unabhängig von einander, eine detaillierte Untersuchung aller Aspekte des Falles vornehmen. Wenn wenigstens einer der beiden ein positives Urteil über die Gültigkeit der angeblichen Heilung abgibt, kann die Ermittlung fortgeführt werden. Die schriftlich niedergelegten Gutachten der beiden medizinischen Sachverständigen werden dann an drei andere medizinische Experten zur Untersuchung und Analyse weitergeleitet. Diese fünf medizinischen Sachverständigen treffen sich, nachdem sie zunächst einzeln das Beweismaterial untersucht haben, um den Fall gemeinsam zu besprechen und darüber abzustimmen. Die folgenden Punkte müssen aus medizinischer Sicht nachgewiesen werden: 1. dass die Heilung augenblicklich war 2. dass sie vollständig war 3. dass sie von Dauer war 4. dass sie wissenschaftlich unerklärlich ist. Wenn wenigstens drei der fünf medizinischen Sachverständigen bestätigen, dass die oben erwähnten Punkte nachgewiesen sind, dann wird eine „Stellungsnahme über das Wunder“ (Positio) erstellt und einem Gremium theologischer Experten der KSHP unterbreitet. Es ist ihre Aufgabe, nachzuweisen, dass die Heilung der Fürsprache des Dieners Gottes zugesprochen werden kann. Wenn die Mehrheit dieser Experten sich dafür ausspricht, wird die Positio den Kardinälen und Bischöfen der KSHP unterbreitet. Wenn deren Urteil auch positiv ausfällt, wird ein vollständiger Bericht aller Untersuchungen dem Papst zur endgültigen Anerkennung vorgelegt. Die Anerkennung des Wunders durch den Papst ebnet den Weg zur Seligsprechung. Diese geschieht in einer feierlichen Zeremonie, in welcher der Papst die Genehmigung erteilt, dass der Diener Gottes in seiner Heimatkirche als einer der Seligen der Kirche verehrt werden darf. Diese Verehrung kann auch jährlich an einen besonderen Tag, der dem Seligen gewidmet ist (an seinem Festtag), durch eine besondere Messfeier und ein Gebet, das für den öffentlichen Gebrauch in der Kirche zugelassen ist, vorgenommen werden. Indem die Kirche Heiligen und Seligen besondere Ehren zukommen lässt (was sich von der Anbetung und Huldigung, die allein Gott gebührt, unterscheidet), verherrlicht sie Gott, dessen Wahrheit, Schönheit und Güte diese wiederstrahlen. Wenn wir Heilige und Selige als Freunde Gottes verehren, so stärken wir unsere persönliche Freundschaft und Gemeinschaft mit ihnen und mit Gott, zu Dem sie uns durch Seinen Sohn Jesus Christus im Heiligen Geist hinführen. Ein Wunder, das der Fürsprache Mutter Teresas zugesprochen wird Die Heilung, die als Wunder für die Seligsprechung von Mutter Teresa anerkannt wurde, geschah an Monika Besra, einer Frau aus einem Dorf im nördlichen Teil West Bengalens in Indien. Es wurde durch die Diözesanermittlung in Kalkutta von November 1999 bis Januar 2001 untersucht und im Jahre 2002 von der KSHP bearbeitet. Der medizinische Untersuchungsausschuss der KSHP, der aus fünf Mitgliedern bestand, ist am 19. Juni 2002 einstimmig zu dem Schluss gekommen, dass die Heilung Monika Besras wissenschaftlich unerklärlich sei. Sowohl die Kommission der Theologen, die am 6. September 2002 zusammengekommen war, als auch das Gremium der Kardinäle und Bischöfe, das am 1. Oktober 2002 die Sache untersucht hatte, bestätigten einstimmig, dass die Heilung Monika Besras ein Wunder sei, das auf die Fürsprache von Mutter Teresa geschehen sei. Die Chronologie der Heilung und der anerkannten Beweisgründe wird, wie folgt, dargestellt. Text © Mother Teresa Center of the Missionaries of Charity

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